Unternehmensporträt
Auxil Management GmbH
Unternehmensporträt
Restrukturierung kann Spaß machen
Als Dirk Schlarmann 2013 die Auxil Management GmbH gründete, machte er diesen Satz zu seinem Credo: Wenn Restrukturierung funktionieren soll, dann muss sie Spaß machen. Was im ersten Moment paradox klingt, hilft kriselnden Mittelständlern erfolgreich und nachhaltig beim Turnaround. Denn die Experten fokussieren die strukturellen Assets und die kulturellen Skills eines Unternehmens gleichermaßen — mit ihrem bewährten Konzept „Value Integration“.
„Wert und Werte wirken immer zusammen“, erklärt Frederik Reimann, einer der sechs Partner. „Wenn wir in ein Unternehmen gehen, transformieren wir es strukturell und kulturell.“ Neben den Zahlen sehen sich die Experten auch die Unternehmenskultur an, um zu verstehen, wo Potenziale liegen, die sich integrieren und nutzen lassen. Denn nur gemeinsam mit den Beschäftigten kann Wandel funktionieren. Thematisch ist das Beratungshaus, dessen Kunden meist aus dem produzierenden Mittelstand kommen, dafür mit mehr als 50 Betriebswirtschaftlern, Ingenieuren und Informatikern breit aufgestellt.
v. l. n. r.: Malte Mornhart, Moritz Miller, Dirk Schlarmann, Axel Nordsieck, Jan Duisberg, Frederik Reimann (Alle: Geschäftsführer, Dirk Schlarmann: Gründer und Geschäftsführer)
Verlässliche Begleiter
Bei der Analyse von Zahlen, Prozessen und Produktion setzen die Consultants auf intensive Kundennähe. „Ich vermittle jedem Kunden, dass wir an seiner Seite stehen wie eine deutsche Eiche“, sagt Reimann. Vor Kurzem haben die Experten beispielsweise vorübergehend die Werksleitung einer Aluminiumschmiede übernommen. Sie untersuchten die Auslastung der Maschinen. Sie machten die Zahlen transparent und versetzten die Belegschaft in die Lage, damit zu arbeiten. Sie beförderten engagierte Mitarbeiter. Gemeinsam optimierte man den Wertstrom. „Am Ende haben wir die Montage-Linie komplett umgebaut“, erinnert sich Reimann.
Die Ärmel hochkrempeln
Wenn nötig packen die Berater auch selbst an. „Weil die Instandhaltung sagte, sie könne Regale erst in fünf Wochen abbauen, haben wir mit dem Schichtleiter in einer Nacht ein komplettes Hochregallager abgebaut.“ Die Beschäftigten waren begeistert, als sie sahen, wie sehr die Externen für das gemeinsame Ziel brennen. Alle zogen mit — die Sanierung war nicht mehr bedrohlich, sondern machte Spaß. In der Folge stieg die Produktivität in dem Werk von 30 auf
Interview mit Frederik Reimann
Wie die Nutzung struktureller und kultureller Potenziale Firmen aus der Krise führt, erklärt Frederik Reimann von Auxil.
Warum setzen Sie bei Sanierungen stark auf „Integrated Values“?
Es gibt diese stereotypen Bilder von Beratern: Die kommen, bauen Personal ab und beschäftigen sich zu wenig damit, wie die Organisation künftig funktionieren kann. Wenn ein Mittelständler in Schieflage ist, ist es mit etwas Kostenreduktion aber nicht getan. Strukturelle und kulturelle Potenziale wirken ineinander — und sie potenzieren sich. Darum sehen wir uns auch die Unternehmenskultur an: Herrscht eine Kultur des Vertrauens oder des Misstrauens? Wir nehmen die Beschäftigten mit. So ermöglichen wir einen integrierten sukzessiven Aufbau von Wert und Resilienz. Dieser nachhaltige Beratungsansatz hat uns in den vergangenen Jahren extrem erfolgreich am Markt agieren lassen.
Wie begleiten Sie Ihre Kunden durch den Prozess einer Restrukturierung?
Der Anstoß kommt häufig aus dem Kreis der Finanzierer, die ihren Kunden sagen: „Ihr braucht externe Unterstützung.“ Die liefern wir — und dabei geben wir alles. Wir sind Vermittler im Kontakt mit Finanzierern und bei allen anderen Themen. Wir sind in der Lage, ein Unternehmen in kurzer Zeit zu analysieren, detaillierte Maßnahmen festzulegen und diese auch umzusetzen. Wir arbeiten nicht daran, möglichst lange gebraucht zu werden. Für uns steht im Mittelpunkt, dass unsere Kunden schnell wieder unabhängig werden. Wir sehen uns als Partner und sind dabei wahlweise Trainer, Treiber — und wenn es sein muss auch Terrier.
Wir kämpfen für jedes Unternehmen, als wäre es unser eigenes.
Frederik Reimann, Geschäftsführer
Was hat es mit Ihrer „Tresorlogik“ auf sich?
Eine Restrukturierung umfasst drei Bereiche: Unternehmen, Strategie, Mensch. Mal braucht ein Kunde eine Neuausrichtung im kulturellen Bereich. Mal müssen wir Transparenz und Arbeit an den Zahlen in den Vordergrund rücken. Mal gehen wir selbst in ein Unternehmen und bauen etwas auf. Mal sind die Ressourcen vorhanden, sie müssen nur anders eingesetzt werden. Individuell wie bei einem Tresorcode definieren wir die nötigen Interventionen, um das Unternehmen wieder erfolgreich zu machen.