17. November 2015

Beraterstudie: immer „Ärger“ mit dem Nachwuchs

Suche und Bindung von Mitarbeitern größte Herausforderung für mittelständische Berater/Preisdruck spielt untergeordnete Rolle

Überlingen - Das Gewinnen und die langfristige Bindung von qualifizierten Mitarbeitern sehen Beratungsfirmen des mittelständischen Segments als ihre größte Herausforderung an. Das zeigt die aktuelle „Top Consultant“-Studie von Prof. Dr. Dietmar Fink und Bianka Knoblach von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB). Allerdings sind sie je nach Beraterkategorie in unterschiedlichem Maße davon betroffen. Ein Preisdruck gehört dagegen in allen Segmenten nicht zu den Top 5 der Herausforderungen. Kunden sind also bereit, für externe Expertise entsprechend zu zahlen.

Knapp die Hälfte aller befragten mittelständischen Beratungshäuser (47 Prozent) aus den Segmenten Managementberatung, IT-Beratung, technische Beratung, Personalberatung und Organisationsentwicklung geben in der Erhebung an, dass die Rekrutierung von Mitarbeitern die größte Herausforderung für sie darstellt. Darüber hinaus liegt mit 26 Prozent der Nennungen (Platz 4) ein weiteres Personalthema in den Top 5 der größten Herausforderungen: die fachliche und persönliche Weiterentwicklung von Mitarbeitern. Die fortschreitende Digitalisierung (35 Prozent), die beschleunigte Veränderungsdynamik (30 Prozent) und das Komplexitätsmanagement (23 Prozent) sind die weiteren Aufgaben.

Die Prioritäten variieren allerdings je nach Beratungssegment: So machen sich technische Berater und Organisationsentwickler kaum Sorgen um die Rekrutierung qualifizierter Nachwuchskräfte, während der „War for Talents“ bei Personalberatern, Managementberatern und IT-Beratern eine bedeutende Rolle spielt. 

Interessant: Das Thema Preisdruck kommt in den Antworten der Befragung nur unter „ferner liefen“ vor (14 Prozent). „Anscheinend sind Kunden bereit, für die Erfüllung der komplexen Anforderungen angemessene Honorare zu zahlen. Für die Beraterzunft ist das eine gute Nachricht. Für Neid besteht allerdings kein Anlass: Denn die oben beschriebenen Anforderungen üben einen erheblichen Investitionsdruck auf die Consultants aus: Sie müssen in Fachkräfte und Know-how investieren, um im Geschäft zu bleiben. Dieser Effekt dürfte etwaige Mehreinnahmen locker neutralisieren“, schreiben die Autoren der Studie, Prof. Dr. Dietmar Fink und Bianka Knoblach von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) in Bonn.

Für die Studie befragten Fink und Knoblach im Auftrag von compamedia 55 Beratungsunternehmen, die erfolgreich bei dem Beratervergleich „Top Consultant“ abschnitten.

Laden Sie sich die vollständige Studie kostenlos herunter.

Über den Beratervergleich „Top Consultant

Entscheidend für die Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel „Top Consultant“ ist eine kundengerechte, mittelstandsorientierte Beraterleistung. Bewerben können sich Management-, IT-, Personal- und technische Berater sowie Organisationsentwickler. Die wissenschaftliche Leitung des von compamedia organisierten Unternehmensvergleichs liegt in den Händen von Prof. Dr. Dietmar Fink, Professor für Unternehmensberatung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, und Bianka Knoblach. Beide leiten die Wissenschaftliche Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB). Mentor von „Top Consultant ist Bundespräsident a. D. Christian Wulff. Medienpartner ist das manager magazin.

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